Die Umfrage „Gen Z – bequem, verwöhnt oder schlicht am Limit?“ wurde von 189 Personen beantwortet. Die Antworten zeigen ein vielschichtiges Bild dieser Generation. Es zeigt sich, dass viele junge Menschen heute anders leben, anders denken und anders arbeiten möchten als frühere Generationen. Viele Teilnehmende gehören selbst zur Gen Z und konnten aus eigener Sicht berichten, wie sie ihren Alltag und die Arbeitswelt erleben. Andere Generationen wie Babyboomer, Gen X und Gen Y haben ebenfalls ihre Einschätzung abgegeben und dadurch einen Blick von aussen gezeigt. So entsteht ein guter Mix zwischen Eigenbild und Fremdbild. Ein grosses Thema in der Umfrage war die Einstellung zur Arbeit. Rund zwei Drittel der Befragten fühlen sich stark mit ihrem Beruf verbunden und wollen gute Arbeit leisten. Ein Teil dagegen fühlt keine starke Bindung und empfindet Arbeit eher als etwas, das einfach erledigt werden muss. Die Generation Z zeigt sehr klar: Arbeit muss Sinn machen. Arbeit soll nicht nur Zeit füllen, sondern zu etwas beitragen. Viele sagen, dass sie nur volle Leistung bringen, wenn sie fühlen, dass die Aufgabe einen Zweck hat. Die Gen Z arbeitet nicht automatisch mehr oder länger, sondern sie arbeitet bewusst. Sie achtet auf Effizienz und möchte Wege finden, gute Qualität zu erreichen, ohne unnötige Energie zu verbrauchen. Diese Haltung wirkt nach aussen manchmal bequem, ist jedoch oft eine bewusste Entscheidung. Die Klischees über die Generation Z wurden in der Umfrage häufig genannt. Sie wird als anspruchsvoll, bequem, schnell gestresst und wechselwillig beschrieben. Viele erwarten von Arbeitgebern Flexibilität, Wertschätzung, faire Regeln, Sinnhaftigkeit, menschliche Kommunikation und Respekt. Es geht nicht mehr nur um Geld. Es geht darum, wie man sich am Arbeitsplatz fühlt. Viele wollen auch nicht jahrelang in einem Job bleiben, der sie blockiert oder unglücklich macht. Work-Life-Balance ist für diese Generation kein Luxus, sondern notwendig, damit Gesundheit, Privatleben, Beziehungen und Selbstwert erhalten bleiben. Auf der anderen Seite werden positive Eigenschaften wie Mut zur Veränderung, Selbstvertrauen, Wertebewusstsein oder das Hinterfragen alter Strukturen weniger wahrgenommen, obwohl diese Eigenschaften sehr typisch für junge Menschen sind. Werte wie Freiheit, Sicherheit, Sinn und Geld stehen bei der Gen Z sehr weit oben. Karriere ist nicht das wichtigste Ziel, sondern eher ein Werkzeug, um ein gutes Leben zu führen. Viele möchten mehr als nur funktionieren. Sie möchten eine Zukunft, die lebenswert und stabil ist. Sie möchten nicht blind alles akzeptieren, was ihnen vorgesetzt wird. Sie möchten ehrlich sein zu sich selbst und zu anderen. Krisen wie Corona, Inflation und wirtschaftlicher Druck haben ihre Spuren hinterlassen. Manche Menschen haben ihre Sicht auf Arbeit verändert, neue Lebenswege gewählt, neue Ideen entwickelt oder über Selbstständigkeit nachgedacht. Viele haben gemerkt, wie schnell sich die Welt verändern kann und wie wertvoll Zeit und Gesundheit sind. Auch soziale Medien spielen eine grosse Rolle. Sie beeinflussen Ziele, Erwartungen, Vergleiche und teilweise auch Selbstwert. Trotzdem fühlen sich nicht alle darunter bedrückt. Digitalisierung wird von fast allen als Chance gesehen. Sie öffnet Türen, erweitert Möglichkeiten, schafft neue Formen von Arbeit und Lernen. Abschliessend zeigt die Umfrage: Die Generation Z wirkt oft bequem, aber dahinter steckt häufig Schutz, Achtsamkeit und Nachdenken. Sie möchte Leistung bringen, aber nicht um den Preis von Gesundheit und innerer Ausgeglichenheit. Sie denkt in neuen Strukturen, sie traut sich Grenzen zu setzen, sie traut sich alte Muster zu hinterfragen. Die Gen Z will ein Leben, das funktioniert, aber gleichzeitig gut tut. Sie möchte nicht nur arbeiten, sie möchte wachsen, Sinn erleben, Wertschätzung spüren und gesund bleiben. Die Generation Z zeigt deutlich: Zukunft, Arbeit und Leben sollen nicht gegeneinander kämpfen, sondern miteinander in Balance stehen.
04.11.2025 09:01