Ich war ein lebendiger, verträumter Junge – voller Phantasie, Spiel und Sehnsucht nach Liebe. Doch von Anfang an schien mein Lebenslicht unterdrückt. Mein Vater lehnte mich ab, demütigte mich. Meine Mutter war überfordert, verletzte mich und klammerte gleichzeitig. Ich war sehr früh allein, innerlich verloren. Mit etwa 8 Jahren sagte ich einmal: „Ich bin eine lebendige Leiche.“ Ich glaube, das war der Moment, in dem ich innerlich starb. Alles, was danach kam – Schule, Studium, Beruf, Ehe – war über diesen Bruch hinweggebaut. Mein Leben fühlte sich zunehmend fremd und sinnlos an, obwohl ich gleichzeitig immer wieder träumte, kämpfte und hoffte. Ich suchte Liebe und Anerkennung in der Leistung – und verlor mich darin fast vollständig.
18.04.2025 21:35